Die Karlsruher Stilllebenmalerin Amalie Kärcher

(1819-1887)

 

von

 

Edwin Fecker

 

 

 

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Einleitung

In dem klassischen Buch von Joseph August Beringer über Badische Malerei findet man über die Karlsruher Künstlerin Amalie Kärcher keine einzige Silbe.[1] Selbst anlässlich der Ausstellung „Kunst in der Residenz, Karlsruhe zwischen Rokoko und Moderne“ im Jahre 1990 in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe wird sie nicht erwähnt. Erst in der Ausstellung „175 Jahre Badischer Kunstverein Karlsruhe, Bilder im Zirkel“ im Jahre 1993 findet die Künstlerin mit einem Gemälde aus Karlsruher Privatbesitz und einer Notiz über ihr Leben eine kurze Würdigung.[2]

 

Das Leben und Werk der von Amalie Kärcher wurde bisher niemals eingehend beschrieben und kein Versuch unternommen, ein Verzeichnis ihrer Werke zusammenzutragen. Dieser Mangel ist auf die Kunstgeschichtsschreibung der vergangenen Jahrhunderte zurückzuführen, in der man die Kunst von Frauen überwiegend als unbedeutend erachtete. Erst als Germaine Greer 1979 auf die gewichtige Rolle der Frauen in der bildenden Kunst hinwies, entwickelte sich in der Kunstgeschichte ein Umdenken, das zum Aufarbeiten der Lücken in der Beschreibung des Lebens und Werkes zahlreicher Künstlerinnen beitrug.[3]

 

Herkunft und Ausbildung

Amalie Kärcher wurde am 4. August 1819 in Rüppurr im Kreis Karlsruhe geboren.[4] Ihr Vater Karl Kärcher, geboren am 10. März 1794 in Durlach, war seit 1815 evangelischer Hof- und Stadtvikar in Karlsruhe, seit 1817 Pfarrverweser und ab 1818 Pfarrer der südlich von Karlsruhe gelegenen Ortschaft Rüppurr.[5] Er hatte im August 1817 in Karlsruhe die Friederike Beker geheiratet, mit der er wenig später das Pfarrhaus der evangelischen Kirche St. Nikolaus in Rüppurr bezog.[6] Bis die Familie Kärcher 1827 von Rüppurr wegzog, hatte Friederike Kärcher sechs Kinder zur Welt gebracht. Im Jahre 1818 gebar sie ihre Tochter Adelheid, 1819 ihre Tochter Amalie, 1821 ihren ersten Sohn Karl, 1822 ihren Sohn Ernst Ludwig, 1824 ihren Sohn Adolf und 1826 ihre dritte Tochter Luise, die aber nach 5 Tagen verstarb.

 

In dieser Zeit in Rüppurr verfasste Karl Kärcher eine „Zusammenstellung des griechischen Verbums nach Buttmann“, welche 1822 bei Gottlieb Braun in Karlsruhe verlegt wurde und ein „Handbuch des Wissenswürdigsten aus der Mythologie und Archäologie des klassischen Alterthums“, welches 1825 ebenfalls im Verlag von Gottlieb Braun in Karlsruhe erschien. Begleitet wurde das Handbuch von einem Tafelband mit 62 Tafeln, wozu Karl Kärcher mehrere hundert Zeichnungen zu den behandelten Themen angefertigt hatte, mit dem Hinweis, dass er die Zeichnungen als die Hauptsache seiner Leistung angesehen wissen möchte. Diese Zeichnungen, welche als Lithographien abgedruckt sind, zeugen von guten künstlerischen Fähigkeiten. Dieses zeichnerische Talent scheint Amalie Kärcher von ihrem Vater geerbt zu haben und wurde sicher schon von frühester Kindheit an vom Vater gefördert. Dem Buch ist eine Liste der Subskribenten beigegeben, in der viele Mitglieder des großherzoglichen Hauses aufgeführt sind und die aus den deutschen Staaten eine große Zahl bedeutender Vertreter des Adels und der Wissenschaft enthält.

 

 

Ehemaliges evangelisches Pfarrhaus in Rüppurr erbaut im Jahre 1814. Hier wurde am

4. August 1819 Amalie Kärcher geboren (Foto: Edwin Fecker).

 

Erwähnenswert ist auch, dass 1823 Aloys Henhöfer, ehemals katholischer Priester und späterer Anführer der badischen Erweckungsbewegung, in der Pfarrkirche von Karl Kärcher als evangelischer Pfarrer seine Probepredigt halten musste, bei der Prälat Johann Peter Hebel und Großherzog Ludwig von Baden zugegen waren.[7]

 

 

 

Auszugsweiser Stammbaum der Malerin Amalie Kärcher

 

Bei den guten Kontakten zum Karlsruher Hof und den genannten Buchveröffentlichungen verwundert es nicht, dass Karl Kärcher ab 1827 als erster Lehrer und Professor an die Höhere Töchterschule in Karlsruhe mit dem Rang eines Lyceumsprofessors versetzt wurde. Diese Schule wurde 1827 in der Ritterstraße 9 eröffnet und sollte für die Töchter von wohlhabenden Bürgern und Staatsdienern eine Alternative zu den bestehenden privaten Schulen und der Allgemeinen Stadtschule bilden.[8]

 

Seine Familie wohnte jetzt in Karlsruhe in der Adlerstraße 42.[9] Wenig später zieht die Familie in der Zähringerstraße 45 und dann in der Amalienstraße 37.[10] Im Einwohnerbuch der Stadt Karlsruhe finden sich weitere Umzüge der Familie, die bei seinem Tod im Jahre 1846 in der Stephanienstraße 50 wohnte.[11]

 

Nachdem der Vater von Amalie Kärcher 1827 Leiter der Höheren Töchterschule in Karlsruhe geworden war, können wir davon ausgehen, dass Amalie ihre schulische Ausbildung ebenfalls an dieser Schule erhielt. Das „Gymnasium illustre“ kam als Alternative nicht in Frage, weil Mädchen der Zugang verschlossen war. Der Schulbetrieb an der Höheren Töchterschule umfasste fünf Klassen, davon vier bis zum Konfirmationsalter und eine Klasse danach, für die, welche sie nach der Konfirmation noch freiwillig besuchen wollten.[12] Da das übliche Konfirmationsalter 14 Jahre betrug, dürfte Amalie Kaercher die Töchterschule im Alter von 15 Jahren, also etwa 1834 verlassen haben.

 

Die Schule wurde betreut von dem Direktor Karl Kärcher, fünf Lehrern, darunter drei Volksschullehrern, einem Zeichenlehrer, einem Kaplan für katholischen Religionsunterricht, fünf Lehrerinnen für Französisch und Englisch sowie zwei Lehrerinnen für weibliche Handarbeiten. Der Zeichenlehrer war im Hauptamt Lehrer an der Polytechnischen Schule, der späteren Technischen Hochschule Karlsruhe.[13] Zeichenlehrer für figürliches Zeichnen an der Polytechnischen Schule war seit 1833 Johann Heinrich Koopmann.[14] Ob Amalie Kärcher bei ihm im Zeichnen unterrichtet wurde, war bisher nicht feststellbar. Es ist aber bekannt, dass Bernhard Fries bei Koopmann privat Zeichenunterricht nahm.[15] Denkbar ist aber auch, dass Amalie Kärcher in einer anderen privaten Karlsruher Mal- und Zeichenschule ausgebildet wurde. Dabei bevorzugte sie ganz offensichtlich die Ausbildung zur Blumen- und Stilllebenmalerin, mit der sie sich ihren späteren Lebensunterhalt verdienen wollte. Ein Beispiel ihrer künstlerischen Entwicklung zeigt das Aquarell Rosen und Schwertlilie, das die Künstlerin 1839 angefertigt hat.

 

 

Rosen und Schwertlilie.

Aquarell von Amalie Kärcher aus dem Jahre 1839

 

Um diese Ausbildung als Blumen- und Stilllebenmalerin zu vervollkommnen, kopierte die Künstlerin in der Großherzoglichen Kunsthalle in Karlsruhe nach Vorlagen des Künstlers Charles William de Hamilton, der in der Sammlung noch heute mit zahlreichen Ölstudien nach Blumen, Früchten und Vögeln vertreten ist. Der Vater von Amalie Kärcher bat in einem Brief vom 3. Februar 1843 an die Großherzogliche Hofverwaltung um die Erlaubnis, dass seine Tochter eine seiner Studien zum Kopieren nach Hause nehmen zu dürfe, weil die Galerie im Winter geschlossen sei und sie ihre Studien deshalb unterbrechen müsse.[16] Der Verwaltungsrat beauftragte daraufhin wenige Tage später den damaligen Galeriedirektor Carl Ludwig Frommel dem Professor Kärcher mitzuteilen, dass dem gestellten Gesuch nicht stattgegeben werde.[17]

 

Neben diesen Vorlagen von Hamilton waren in der Großherzoglichen Galerie in Karlsruhe weitere  herausragende Künstler mit Blumen- und Obststillleben vertreten, die von der  Begründerin der großherzoglichen Sammlung Markgräfin Caroline Luise, der Ehefrau des Markgrafen von Baden-Durlach und späteren Großherzogs Carl Friedrich von Baden, bevorzugt gesammelt wurden. Sie kaufte zwischen 1759 und 1763 Gemälde niederländischer und französischer Maler des 17. und 18. Jahrhunderts, darunter Gemälde des Blumenmalers Jan van Huysum[18] und mehrere Stillleben ihres Zeitgenossen Jean Siméon Chardin.[19]

 

Malerin in Karlsruhe

Das kulturelle Leben im Karlsruhe des 19. Jahrhunderts war sehr stark vom Badischen Kunstverein geprägt, der 1818 gegründet worden war. Auf Initiative des Großherzogs Leopold bewilligten die Landstände ab 1830 dem Kunstverein einen jährlichen Zuschuss von 1000 Gulden. Dieser Zuschuss sollte zur Deckung der Kosten für die Kunstausstellungen, für die Jahresgaben und die Verlosungen beitragen. Mit den Verlosungen sollten einerseits öffentliches Kunstinteresse gefördert und anderseits durch den Ankauf von Gemälden die Karlsruher Künstler unterstützt werden. Solche Verlosungen fanden seit 1818 zweimal pro Jahr statt. Das eine Mal wurden die aus dem Fonds des Vereins angekauften Kunstwerke nur an Mitglieder des Kunstvereins verlost, das andere Mal war die Verlosung öffentlich, wozu an jedermann Lose zum Preis von 1 Gulden verkauft wurden. Aus dem Losverkauf wurden dann ebenfalls Kunstgegenstände Karlsruher Künstler angekauft.[20]

 

Im Jahre 1846 war Amalie Kärcher soweit beim Kunstverein für das Großherzogtum Baden in Karlsruhe als Künstlerin anerkannt, dass erstmals eines ihrer Werke vom Verein für die jährlich stattfindende Ausstellung des Rheinischen Kunstvereins angenommen wurde. Das Gemälde ist im Katalog als Nummer 207 aufgeführt und als Blumen-Bouquet von A. Kärcher in Carlsruhe bezeichnet. Es war für 275 Gulden zu kaufen.[21] Der Rheinische Kunstverein war zu diesem Zeitpunkt ein Zusammenschluss der Kunstvereine von Darmstadt, Karlsruhe, Mainz, Mannheim und Straßburg. Ab 1847 schlossen sich noch die Vereine von Freiburg und Stuttgart an. Die Jahresausstellung wanderte von einem Verein zum anderen, wobei der Turnus immer im Wechsel begann.

 

Laut Generalbericht des Rheinischen Kunstvereins für das Jahr 1846 kaufte der Verein in Karlsruhe für die Verlosung ein weiteres Ausstellungsstück mit der Nummer 364, Blumenstück, von Fräulein Amalie Kärcher in Karlsruhe für 28 fl. an.[22]

 

Bereits bei der Kunstausstellung des Rheinischen Kunstvereins im darauffolgenden Jahr 1847 war die Künstlerin wieder mit einem Gemälde vertreten (No. 481), was darauf schließen lässt, dass sie bei der Ausstellung 1846 die an sie gestellten Erwartungen voll erfüllt hatte.[23]

 

Für die in den Jahren 1847, 1850 und 1852 stattfindenden öffentlichen Verlosungen wurden weitere ihrer Werke angekauft. Der Ankaufspreis 1852 betrug laut Karlsruher Tagblatt 88 Gulden, genauso wie der Ankaufspreis des Gewinns Nr. 4, einem Gemälde von Galeriedirektor Carl Ludwig Frommel mit dem Titel „Wasserfall“. Aus diesem beachtlichen Ankaufspreis für das Gemälde von Amalie Kärcher, lässt sich eine hohe Wertschätzung für ihre Kunst ableiten, denn Carl Ludwig Frommel war damals immerhin Direktor der Karlsruher Gemäldegalerie und vormals Präsident des Kunstvereins.

 

Die immer wiederkehrende Beteiligung an den Kunstausstellungen des Badischen Kunstvereins in Karlsruhe führte dazu, dass Amalie Kärcher als Blumenmalerin in Karlsruhe eine große Bekanntheit erreichte und neben anderen einheimischen Künstlern wie Feodor Dietz, Carl Ludwig Frommel, Friedrich Helmsdorf, Daniel Fohr und Wilhelm Klose große Wertschätzung erfuhr.[24]

 

 

Anzeige des Karlsruher Kunstvereins über das Ergebnis der Verlosung von Kunstgegenständen

im Karlsruher Tagblatt vom 27. Februar 1853. Als Gewinn Nr. 3 ist ein Gemälde von Amalie Kärcher

mit dem Titel „Früchtestück“ zum Ankaufspreis von 88 Gulden aufgeführt.

 

 

Im Jahre 1852 war der eifrige Förderer des Badischen Kunstvereins Großherzog Leopold verstorben und Markgraf Friedrich übernahm die Regentschaft für den unheilbar kranken Erbprinzen Ludwig. 1856 wurde Friedrich zum Großherzog proklamiert und im September dieses Jahres heiratete Großherzog Friedrich Prinzessin Luise von Preußen, die Tochter des späteren Königs und deutschen Kaisers Wilhelm I. Eines der Vermählungsgeschenke war das Heidelberger Friedrich-Luisen-Album, welches die Stadt Heidelberg dem Brautpaar verehrte. Die Organisation und Planung der Bildthemen lagen in den Händen des damaligen Präsidenten des Badischen Kunstvereins Münzrat Ludwig Kachel, der auch Amalie Kärcher einlud gegen Honorar einen Beitrag zu leisten. Die Künstlerin, welche damals in München als Blumenmalerin tätig war, lieferte ein Pastell ab, welches einen Blumenstrauß darstellt und im Album die Nr. 41 trägt. Laut Abrechung konnte Amalie Kärcher für das Blatt 55 Gulden in Rechnung stellen. [25]

 

Bereits im Januar 1856 hatten Johann Wilhelm Schirmer, der Direktor der Karlsruher Kunstschule, und Carl Ludwig Frommel, der Leiter der Großherzoglichen Gemäldegalerie, einen „Aufruf zur Betheiligung am Friedrich-Luisen-Album“ veröffentlicht, in dem sie die Künstler und Kunstfreunde Badens baten, freiwillige Beiträge zu einem Vermählungsgeschenk beizusteuern.[26] Amalie Kärcher übersandte die aquarellierte Zeichnung eines Rosenstraußes, welche in dem Album die Nummer 122 erhielt. Als das Album aus Großherzoglichem Besitz in die Sammlung des Karlsruher Kupferstichkabinetts übernommen wurde, fehlten von den ursprünglich 148 Blättern 53 Arbeiten.[27] Immerhin 45 der 53 verschollenen Zeichnungen und Aquarelle tauchten überraschend 1995 bei der Versteigerung der „Sammlung der Markgrafen und Großherzöge von Baden“ wieder auf und 19 davon, darunter das Blatt von Amalie Kärcher, konnten von der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe erworben werden.[28]

 

Bei der jährlichen Verlosung des Badischen Kunstvereins wird Amalie Kärcher im Jahre 1856 erneut mit einem Ankauf bedacht. Im Karlsruher Tagblatt wird das Los von ihr wie folgt angekündigt: Gewinn Nr. 4, Blumenstück (oval), Ankaufspreis 99 Gulden. Es ist ganz offensichtlich, dass Amalie Kärcher im Vorsitzenden des Badischen Kunstvereins Münzrat Ludwig Kachel einen großen Förderer ihrer Kunst hatte. In einem Brief vom 7. April 1856 schreibt sie „Unendlich erfreut war ich, durch Ihre freundlichen, gütigen Zeilen und das schöne Gedicht, voll warmer Gedanken und tiefen Gefühls; stets verpflichten Sie mich wiederholt, durch Ihre freundliche Theilnahme und väterliche Freundschaft, welche Sie mir stets beweißen und welche ich Sonnenstrahlen vergleiche, die erwärmend auf mein mit vielen Sorgen und Kämpfe belastetes Dasein fallen und für die ich nichts geben kann, als Worte – aber Worte der tiefsten Anerkennung und Dankbarkeit.“[29]

 

Die Künstlerin stellte im Badischen Kunstverein in den Jahren 1846 bis 1886 fast ausschließlich Früchte- und Blumenstücke aus. Dabei sind sowohl Beteiligungen des Badischen Kunstvereins an den Ausstellungen des Rheinischen Kunstvereins als auch Beteiligungen an den Sonntagsausstellungen des Badischen Kunstvereins nachweisbar. Darüber hinaus stellte Amalie Kärcher bei zahlreichen Kunstvereinen weiterer deutscher Staaten aus, zu erwähnen sind Bamberg, Hannover, Hamburg, München, Regensburg, Würzburg und viele weitere.

 

Nach dem Tod ihres Vaters nahm sich Amalie Kärcher eine eigene Wohnung in der Karlstraße 13.[30] Im Spätjahr 1855 zog sie nach München um und arbeitete dort als Blumenmalerin.[31] Im Adressbuch von München ist sie für das Jahr 1856 in der Amalienstraße 12 als wohnhaft gemeldet. Laut Rechenschaftsbericht des Kunstvereins in München für das Jahr 1856 wird sie dort als außerordentliches Mitglied geführt und das Verzeichnis der für das Jahr 1856 vom Verein angekauften Gemälde, nennt von ihr unter Nr. 8 ein Früchtestück für 38 Gulden, welches im Februar 1857 dort verlost wurde.[32]

 

Allerdings finden wir die Künstlerin 1858 schon wieder in Karlsruhe, denn in einem Brief aus Karlsruhe, datiert vom 10. Februar 1858, bittet sie den Architekten und Oberlandesbaumeister Adolph Vogell vom Kunstverein in Hannover um den Ankauf eines ihrer Gemälde durch den Verein.[33]

 

Laut dem Karlsruher Adressbuch von 1859 wohnte sie zusammen mit ihrer betagten Mutter in der Stephanienstraße 45.[34] Etwas überraschend ziehen die beiden innerhalb von Karlsruhe erneut um, denn im Jahre 1872 wohnten Tochter und Mutter in der Karlsraße 12 und bis zu ihrem Tod am 15. Juli 1887 wohnte Amalie Kärcher in der Akademiestraße 48,[35] wo ein Jahr zuvor am 28. August 1886 auch ihre Mutter Friederike Kärcher gestorben war.[36]

 

Der Nachlass der Künstlerin wurde laut einer Anzeige vom 28. Juni 1888 im Karlsruher Tagblatt am 3. Juli vormittags ab 9 Uhr und Nachmittags ab 2 Uhr im Pfründnerhaus in der Stephanienstraße 98 in Karlsruhe gegen Barzahlung öffentlich versteigert. Zu diesem sog. „Fahrniß“ zählten 1 goldene Uhr, einige goldene Schmucksachen, Frauenkleider, Bettwerk, Weißzeug, 1 Kanapee, 2 Fauteuils, 5 Chiffonnieres, 4 Pfeilerschränkchen, 2 Kommoden, 2 Nachttische, Bettladen mit und ohne Rost, verschiedene Tische und Stühle, 1 Nähmaschine, 1 Standuhr, einige Oelgemälde von Amalie Kärcher, Spiegel und sonst verschiedene Gegenstände. Der Nachlass lässt erkennen, dass die Künstlerin nicht ganz unvermögend gestorben ist.

                                  
 


[1] Joseph August Beringer, Badische Malerei 1770-1920, Karlsruhe 1922

[2] Jutta Dresch und Wilfried Rößling (Hrsg.), 175 Jahre Badischer Kunstverein Karlsruhe, Bilder im Zirkel, Karlsruhe 1993, Kat.-Nr. 15, S. 224 und Farbtafel X

[3] Germaine Greer, The Obstacle Race. The fortunes of women painters and their work, Berlin 1979 (deutsche Übersetzung Frankfurt/M. 1980)

[4] Laut Eintrag im Standesbuch der evangelischen Pfarrei Rüppurr (GLA Karlsruhe Bestand 390 Nr. 2045 http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1219023-149), kam Amalie Kärcher am 4. August 1819 als zweite Tochter des Karl Kärcher, Pfarrer in Rüppurr und der Friederike Kärcher, geb. Beker zur Welt. Die bei Dresch & Rößling, S. 224 vertretene Angabe, Amalie Kärcher sei 1819 in Durlach geboren, geht wohl auf den Zufall zurück, dass sich im Standesbuch der evangelischen Pfarrei Durlach (GLA Karlsruhe Bestand 390 Nr. 2099 http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1219438-97) ein Eintrag findet, der am 4. Januar 1819 die Geburt einer Tochter von Luise Henriette Kärcher und Friedrich Kärcher verzeichnet. Dabei handelt es sich aber um eine Cousine von Amalie Kärcher mit dem Taufnamen Luise

[5] Rüppurr wurde 1907 nach Karlsruhe eingemeindet

[6] Laut Eintrag im Standesbuch der evangelischen Pfarrei Karlsruhe heiratete Karl Kärcher am  4. August 1817 die Friederike Beker (GLA Karlsruhe Bestand 390 Nr. 1938)

[7] Nach Ekkehard Schulz († ), Geschichtswerkstatt Rüppurr https://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/kulturdenkmale/denkmaltag_archiv/2007/rueppurr/nikolauskirche.de (Zugriff vom 20.03.2018)

[8] Susanne Asche, Babara Guttmann, Olivia Hochstrasser, Sigrid Schambach und Lisa Sterr, Karlsruher Frauen 1715-1945, Eine Stadtgeschichte, Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 15, Karlsruhe 1992, S.107

[9] Wegweiser für die Großherzogliche Residenzstadt Karlsruhe, 1828

[10] Adressbuch der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe, 1832 und Wegweiser für die Großherzogliche Residenzstadt Karlsruhe, 1836

[11] Adresskalender für die Residenzstadt Karlsruhe auf das Jahr 1846

[12] Luise Riegger, Höhere Töchterschule Karlsruhe 1827. Geschichte der Mädchenbildung in Karlsruhe, Karlsruhe 1973, S. 11

[15] Gebrüder Ernst und Bernhard Fries. Leben – Einordnung – Werk, Ausstellungskatalog der Galerien Joseph Fach, Oberursel und Winterberg Kunst, Heidelberg, 2017, S. 108

[16] Schreiben vom 3. Februar 1843, GLA Karlsruhe Bestand 56 Nr. 1579

[17] Schreiben vom 9. Februar 1843, ebenda

[18] Die Meister-Sammlerin – Karoline Luise von Baden, Ausst.-Kat. Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe 2015, S 235

[19] Jean Siméon Chardin 1699-1779, Werk –  Herkunft – Wirkung, Ausst.-Kat. Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe 1999, S. 94

[20] Carsten Bernhard Sternberg, Die Geschichte des Karlsruher Kunstvereins, 1977, S. 50

[21] Rheinischer Kunstverein (Hrsg.), Verzeichniß der Gemälde bei der Ausstellung des Kunst-Vereins für das Großherzogthum Baden zu Carlsruhe im Monat August 1846, Karlsruhe Creuzbauer und Hasper 1846

[22] GLA Karlsruhe Bestand 69 Kunstverein Karlsruhe/33

[23] Ebd.

[24] Adolf von Oechelhäuser, Geschichte der Grossh.-Badischen Akademie der Bildenden Künste. Festschrift zum 50-jährigen Stiftungsfeste, Karlsruhe 1904, S. 2

[25] Mit Schreiben vom 7. April 1856 sandte Amalie Kärcher das Blatt an Ludwig Kachel und mit Schreiben vom 22. April 1856 quittierte sie den Erhalt von 55 Gulden (GLA Karlsruhe Bestand N Kachel, No. 19). Siehe auch Rudolf Theilmann und Edith Ammann, Die deutschen Zeichnungen des 19. Jahrhunderts, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe 1978, Band 1, S. 699. Das Blatt befindet sich heute im Besitz der Kunsthalle Karlsruhe, Inv.-Nr. VIII 1762

[26] Rudolf Theilmann, Das ergänzte Friedrich-Luisen-Album von 1856, in: Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg, 33. Band, 1996, S. 63

[27] Ebd., S. 67

[28] Auktionshaus Sotheby’s, Die Sammlung der Markgrafen und Großherzöge von Baden, Baden-Baden 5. bis 21 Oktober 1995, Band V, Los 4412. Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Inv.-Nr. 1995-27

[29] Brief der Künstlerin vom 7. April 1856 an Münzrat Ludwig Kachel (GLA Karlsruhe Bestand N Kachel Nr. 19)

[30] Adresskalender für die Residenzstadt Karlsruhe auf das Jahr 1852

[31] GLA Karlsruhe Bestand N Kachel Nr. 20

[32] Rechenschaftsbericht des Verwaltungs-Ausschusses des Kunstvereins in München für das Jahr 1856, München 1857, S. 39 und S. 44

[33] UB Leipzig, Sammlung Kestner, Signatur: Slg. Kestner/I/C/I/510/Nr. 1, Mappe 510, Blatt Nr. 1 

[34] Adresskalender für die Residenzstadt Karlsruhe auf das Jahr 1859

[35] Todesanzeige im Karlsruher Tagblatt vom 16. Juli 1887 (https://digital.blb-karlsruhe.de/blbz/periodical/pageview/4224544 Zugriff vom 24.03.2018)

[36] Todesanzeige im Karlsruher Tagblatt vom  30. August 1886


 

Werkkatalog

Im folgenden Katalog der Gemälde von Amalie Kärcher werden sämtliche Werke zeitlich geordnet aufgeführt, soweit über sie in den Quellen Hinweise zu finden waren. Von einer Vollständigkeit des Kataloges kann bei weitem nicht gesprochen werden. Er bedarf in der Zukunft noch sehr vieler Ergänzungen.

 

Jeder Eintrag im Werkkatalog besteht aus dem Titel des Werkes, dem Entstehungsjahr, sofern nicht genau bekannt dem ungefähren Entstehungsjahr, der Technik, den Maßangaben, wenn vorhanden der Bezeichnung, dem Verbleib und Quellen sowie Kommentaren.

 

Bei den Maßangaben steht die Höhe vor der Breite. Alle Maße sind in Zentimetern angegeben. Bei Beschreibungen des Bildinhaltes sind »Rechts« und »Links« vom Betrachter aus gesehen.

 

Bei dem im Werkkatalog angegebenen Verbleib sind im wesentlichen Werke aus öffentlichen Sammlungen aufgeführt. Werke im Privatbesitz werden nicht namentlich aufgeführt.

 

                

1                 Blumenstillleben mit Rosen und Schwertlilie. 1839

Aquarell auf Papier

29,0 x 22,0 cm

Signiert und datiert u. r. neben einem Blumenstiel. „Amalie Kaercher 1839“

Privatbesitz

 

2        Früchtestillleben mit Kürbis auf einer Marmorplatte. 1850

Öl auf Leinwand

48,5 x 58,0 cm

Signiert und datiert u. r. „Amalie Kaercher, 1850“

Privatbesitz

 

3                 Obststillleben mit Kürbis auf einer Marmorplatte. 1850

Öl auf Leinwand

56,5 x 47,5 cm

Signiert und datiert u. l. „Amalie Kaercher. 1850“

Privatbesitz

Sotheby’s, London, 19th Century European Paintings, Auktion 15. Juni 2004, Los 10

 

4                Obststillleben mit Trauben, Pfirsichen, Aprikosen und einem Schmetterling (Großer Kohlweißling). 1850

Öl auf Leinwand, aufgezogen auf Karton

55,8 x 45,8 cm

Signiert und datiert o. r. „A. Kaercher 1850“

Privatbesitz

 

5                 Stillleben mit Weintrauben, Pfirsichen, Pflaumen und Esskastanien. Dazwischen ein Vogelnest mit Eiern auf einer Marmorplatte. Links eine Schnecke. 1852

Öl auf Leinwand, auf Holz gezogen

51,0 x 62,0 cm

Signiert und datiert u. r. „A. Kaercher, 1852.“

Privatbesitz

Van Ham, Köln, 287. Auktion, 14. Mai 2010, Los 317

 

 

© Foto: VAN HAM Kunstauktionen / Saša Fuis

 

6                 Früchtestillleben mit Weintrauben, Pfirsichen und Pflaumen sowie einer Schnecke auf einem Marmortisch. 1853

Öl auf Leinwand

48,3 x 43,2 cm

Signiert und datiert u. r. „Amalie Kaercher, 1853.“

Privatbesitz

Neumeister Münchener Kunstauktionshaus, Auktion 1. Juli 1998, Los 652

 

7                 Herbststillleben mit Rosen, Weintrauben, Pflaumen, Mais, Vogelnest und Schmetterling (Admiral). 1855

Öl auf Leinwand

55,0 x 47,0 cm

Signiert und datiert u. l. „A. Kaercher 1855“

Privatbesitz

Jutta Dresch und Wilfried Rößling (Hrsg.), 175 Jahre Badischer Kunstverein Karlsruhe, Bilder im Zirkel, Karlsruhe 1993, Kat.-Nr. 15, S. 224 und Farbtafel X

 

8                 Früchtestillleben mit roten und weißen Trauben, Pfirsichen, Pflaumen, Feigen, Himbeeren und einem Schmetterling (Großer Kohlweißling). 1856

Öl auf Leinwand

39,0 x 44,0 cm

Signiert und datiert u. l. „A. Kaercher, 1856.“

Privatbesitz

Auktionshaus Valentinum, Prag, 12. November 2016, Los 272

 

9                 Rosenstrauß. Um 1856

Aquarell über Bleistift

39,4 x 30,0 cm

Signiert u. l. von der Mitte „Amalie Kaercher.“

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Inv.-Nr. 1995-27

Rudolf Theilmann und Edith Ammann, Die deutschen Zeichnungen des 19. Jahrhunderts, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe 1978, Textband, S. 697 „Das Friedrich-Luisen-Album von 1856“ Nr. 122 Amalie Kaercher (fehlt).

Auktionshaus Sotheby’s, Die Sammlung der Markgrafen und Großherzöge von Baden, Baden-Baden 5. bis 21 Oktober 1995, Band V, Los 4412

Rudolf Theilmann, Das ergänzte Friedrich-Luisen-Album von 1856, in: Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg, 33. Band, 1996, S. 63-80

 

 

Rosenstrauß.

Aquarell über Bleistift von Amalie Kärcher, um 1856.

© Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Inv.-Nr. 1995-27

 

10                 Blumenstrauß. Um 1856

Aquarell über Bleistift

41,6 x 31,5 cm

Signiert u. r. „Amalie Kaercher.“

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Inv.-Nr. VIII 1762

Rudolf Theilmann und Edith Ammann, Die deutschen Zeichnungen des 19. Jahrhunderts, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe 1978, Textband, S. 280 und S. 699 „Das Heidelberger Friedrich-Luisen-Album von 1856“ Nr. 41, Abbildungsband S. 334

 

 

Blumenstrauß.

Aquarell über Bleistift von Amalie Kärcher, um 1856.

© Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Inv.-Nr. VIII 1762

 

 

11             Blumenstillleben in einer Vase, umgeben von roten und weißen Trauben, Haselnüssen sowie einem Vogelnest auf einem Marmortisch arrangiert. 1857

Öl auf Leinwand

103,0 x 79,0 cm

Signiert und datiert u. r. „Amalie Kärcher 1857“

Privatbesitz

Bolland & Marotz, Bremen, Auktion 8. Dezember 2006, Los 578

Sotheby’s, Amsterdam, 19th Century European Paintings, 22. April 2009

 

12             Bouquet von Rosen und weiteren Sommerblumen auf einem Tisch. 1857

Öl auf Holz

34,0 x 27,0 cm, oval

Signiert und datiert u. r. „Amalie Kaercher 1857“

Privatbesitz

Van Ham, Köln, 263. Auktion, 16. Mai 2008, Los 549

 

 

© Foto: VAN HAM Kunstauktionen / Saša Fuis

 

13             Obststillleben über Weinlaub auf einer Steinplatte. 1857

Öl auf Leinwand

27,0 x 22,0 cm

Signiert und datiert u. r. „A. Kaercher 1857“

Privatbesitz

Dorotheum, Wien, Auktion, 4. April 2007, Los 152

 

14             Stillleben mit Blumen und Früchten auf Marmortisch. 1858

Öl auf Leinwand

71,0 x 79,5 cm

Signiert und datiert u. l. „Amalie Kaercher 1858.“

Privatbesitz

Bonhams, London, Auktion 22. April 2009, Los 22

 

15             Früchtestillleben auf Steinplatte mit Trauben, Pfirsichen, Kirschen, Pflaumen, Feigen und Granatäpfeln sowie einem Schmetterling (Aurorafalter). 1858

Öl auf Leinwand

44,5 x 44,0 cm

Signiert und datiert u. r. „Amalie Kaercher 1858“

Privatbesitz

Scheublein Art & Auktionen KG, München, 39. Kunstauktion, 1. Dezember 2017, Los 581

 

16             Blumenstillleben mit Rosen, Primeln und Prunkwinde auf Marmorplatte. 1858

Öl auf Leinwand

40,6 x 30,5 cm

Signiert und datiert u. r. „Amalie Kaercher 1858“

Privatbesitz

Christie's, Amsterdam, Pictures, Watercolours & Drawings including German 19th Century Art, Auktion 4. Juli 2000, Los 395

 

17             Blumenstillleben mit Pfingstrosen und Phlox auf einer Marmorplatte. 1858

Öl auf Leinwand

40,0 x 44,0 cm

Signiert und datiert u. l. „Amalie Kaercher. 1858“

Privatbesitz

 

18             Blumenstillleben mit Vase, Pflaumen, Schnecke und Schmetterling (Aurorafalter) auf Marmorplatte. 185..

Öl auf Leinwand

53,3 x 43,1 cm, oval

Signiert und datiert u. Mitte. „Amalie Kaercher 185..?“

Privatbesitz

Auktionshaus Skinner, Boston, Auktion 7. Oktober 2016, Los 799

Auktionshaus Skinner, Marlborough, Auktion 13. Juli, 2017, Los 1218

 

19             Blumenstillleben mit Rosen und Lilien sowie Schmetterling (Aurorafalter) auf einer Marmorplatte. 1860

Öl auf Leinwand

67,0 x 54,0 cm

Signiert und datiert u. r. „Amalie Kärcher 1860“

Privatbesitz

Sotheby’s, Amsterdam, An Important Private Collection from Hanover, 27.-29. März 2007, Los 176

 

20             Natura Morta mit Rosenstrauß in einer Glasvase, Champagnerflasche und Gläsern, Kerzenleuchter, Obst und Austern auf einem hölzernen Tisch mit weißem Tischtuch. 1861

Öl auf Holz

63,5 x 79,0 cm

Signiert und datiert u. r. „Amalie Kaercher 1861“

Privatbesitz

Auktionshaus Galleria Pananti, Florenz, Auktion 128, 17. Februar 2018, Los 135

 

21             Blumen der verschiedensten Art in einer Vase. Daneben Weintrauben, Pfirsiche, Granatäpfel usw. in und bei einem Korbe. Insekten beleben die Darstellung. 1861

Öl auf Leinwand

90,0 x 70,0 cm

Signiert und datiert „Amalie Kaercher 1861“

Privatbesitz

Rudolph Lempke’s Kunst-Auctions-Haus, Berlin, 4. Dezember 1906, Los 100: „Gemälde von ganz hervorragender Schönheit“

 

22             Blumen der verschiedensten Art mit Schmetterling und Raupe in einer Vase vor dunklem Hintergrund, umgeben von Früchten, Haselnüssen, einem Vogelnest und einer Schnecke auf einer Steinplatte arrangiert. 1862

Öl auf Leinwand

98,3 x 80,5 cm

Signiert und datiert u. l. „Amalie Kaercher 1862.“

Privatbesitz

Koller Auktionen, Zürich, Auktion A176, 22. März 2016, Los 3227

 

 

© Koller Auktionen, Zürich

 

23             Blumenstillleben in einer Vase vor dunklem Hintergrund, daneben Früchte in einem Korb umgeben von Feigen, Pfirsichen, Kürbis, Pflaumen und Haselnüssen auf einer Steinplatte arrangiert. 1862

Öl auf Leinwand

92,0 x 74,0 cm

Signiert und datiert u. l. „Amalie Kaercher 1862.“

Privatbesitz

Bonhams, London, Auktion 28. Oktober 2009, Los 23

 

24             Früchtestillleben mit roten und weißen Trauben, Pfirsichen, Pflaumen, Feigen, Brombeeren und Insekten auf einer Marmorplatte. 1866

Öl auf Leinwand

40,5 x 50,5 cm

Signiert und datiert u. l. „Amalie Kaercher. 1866“

Privatbesitz

Düsseldorfer Auktionshaus, Katalog 2/2013, Los 175

Koller Auktionen, Auktion A178, Zürich, 19. September 2016, Los 3203

 

 

© Koller Auktionen, Zürich

 

25             Blumenstillleben mit Tulpen und Rosen in einer Vase umgeben von Früchten und Insekten auf Marmortisch. 1866

Öl auf Leinwand

99,7 x 82,5 cm

Signiert und datiert u. l. „Amalie Kaercher. 1866“

Privatbesitz

 

26             Blumenstillleben mit Paeonien, Tulpen und Rosen auf Marmorplatte. 1867

Öl auf Leinwand

67,6 x 52,7 cm

Signiert und datiert u. l. „Amalie Kaercher. 1867“

Privatbesitz

Christie's, New York, Auktion 26. Februar 1982, Los 82

Sotheby's New York, Old Master Paintings, Auktion 9. Juni 2011, Los 127

 

27             Blumenstillleben mit Schmetterling (Kleiner Fuchs) und Insekten auf Rasenstück. 1868

Öl auf Leinwand

40,6 x 33,0 cm

Signiert und datiert u. Mitte „Amalie Kaercher. 1868“

Privatbesitz

Cottone Auctions, Rochester NY, 5. Oktober 2013, Los 503

 

28             Obststillleben mit Schmetterling (Aurorafalter) und Haselnüssen auf Rasenstück. 1869

Öl auf Holz

20,0 x 24,0 cm

Signiert und datiert u. l. „A. Kaercher. 1869.“

Privatbesitz

Hampel Fine Art Auctions, München, Auktion 5. Juli 2017, Los 388

 

29             Früchtestillleben mit roten und weißen Trauben, Pfirsichen, Pflaumen, Johannisbeeren und Walnüssen sowie Insekten und Schmetterling (Aurorafalter) auf einem Rasenstück. 1869

Öl auf Leinwand

28,5 x 34,0 cm

Signiert und datiert u. l. „Amalie Kärcher. 1869.“

Privatbesitz

Van Ham, Köln, 220. Auktion, 21. November 2002, Los 1707

 

 

© Foto: VAN HAM Kunstauktionen / Saša Fuis

  

30             Blumenstillleben mit Schmetterling (Admiral) auf Rasenstück. 1870

Öl auf Leinwand

33,0 x 39,4 cm

Signiert und datiert u. Mitte „Amalie Kärcher 1870.“

Privatbesitz

Auktionshaus Skinner, Boston, Auktion 17. November 2006, Los 33

Live Auctioneers, Miami, Important Art and Antiques Collection Oct 13 2017, Lot 0707

 

31                 Blumenstillleben mit Insekten und Schmetterlingen (Aurorafalter und Mohrenfalter) auf Rasenstück. 1870

Öl auf Leinwand

34,0 x 40,0 cm

Signiert und datiert u. links von der Mitte „Amélie Kärcher 1870.“

Privatbesitz

https://de.artprice.com/kunstmarktplatz/1417545/amalie-karcher/gemalde/untitled-28still-life-with-flowers-and-insects-29 (Zugriff vom 07.06.2018)

 

32               Früchtestillleben mit Trauben, Pfirsich, Apfel, Melone, Kirschen und Insekten auf Rasenstück. 1870

Öl auf Holz

19,0 x 23,0 cm

Signiert und datiert u. r. „A. Kaercher 1870.“

Privatbesitz

Auktion vom 16.03.1993

 

33             Stillleben mit Blumen und Schmetterling (Nachtfalter) vor Holzwand. 1871

Öl auf Holz

45,7 x 33,0 cm

Datiert u. l. „1871“

Privatbesitz

Kunstauktionshaus Schloss Ahlden, Auktion 13. Mai 2006, Los 663

 

34             Früchtestillleben in einem Korb mit roten und weißen Trauben, Pfirsichen, Pflaumen, Walnüssen, Haselnüssen und Schmetterling (Admiral) auf Rasenstück. 1871

Öl auf Holz

25,0 x 33,0 cm

Datiert u. l. „Amélie Kaercher. 1871.“

Privatbesitz

 

35              Obststillleben mit Trauben, Pfirsichen, Pflaumen und Erdbeeren auf Marmorplatte. 1872

Öl auf Holz

24,0 x 31,0 cm

Signiert und datiert u. r. „A. Kaercher 1872“

Privatbesitz

Nagel Auktionen, Stuttgart, Auktion 727, 7. Oktober 2015, Los 1407

 

36             Obststillleben in Glasschale mit Schmetterling (Aurorafalter), Libelle, Walnüssen und Himbeeren auf Marmortisch. 1872

Öl auf Leinwand

29,0 x 34,0 cm

Signiert und datiert u. r. „Amalie Kärcher 1872“

Privatbesitz

Kunstauktionshaus Schloss Ahlden, Auktion 165, 23. – 30.04.2016, Los 1406

 

37             Obststillleben in Glasschale mit Schmetterling (Großer Kohlweißling) und Insekten auf einem Tisch mit weißem Tischtuch. 1873

Öl auf Holz

40,5 x 47,5 cm

Signiert und datiert u. r. „Amalie Kaercher. 1873“

Privatbesitz

Düsseldorfer Auktionshaus, Katalog 02/2009, Los 21

 

38            Stillleben mit Meerestieren, Zweig mit Feigen, Weinkaraffe und Weinglas auf Tisch mit grünem Tischtuch. 1874

Öl auf Holz

40,5 x 47,5 cm

Signiert und datiert u. l. „Amalie Kaercher. 1874“

Privatbesitz

Düsseldorfer Auktionshaus, Katalog 02/2009, Los 20

 

39             Blumenstillleben auf Rasenstück. 1875

Öl auf Leinwand

20,5 x 26,5 cm

Signiert und datiert u. r. „A. Kaercher 1875“

Privatbesitz

Sotheby’s, London, 19th Century Paintings, Auktion 16. Juli 2003, Los 233

 

40             Blumenstillleben mit roten und weißen Geranien auf Rasenstück. 1875

Öl auf Leinwand

24,0 x 31,0 cm

Signiert und datiert u. l. „A. Kaercher 1875“

Privatbesitz

 

41             Früchtestillleben mit Trauben, Pfirsichen, Pflaumen und Himbeeren. 1875

Öl auf Leinwand

20,3 x 25,4 cm

Signiert und datiert u. l. „Amalie Kaercher 1875“

Privatbesitz

Dorotheum, Wien, 19th Century Paintings, Auktion 19. Februar 2002, Los 119

 

42             Früchtestillleben mit weißen und roten Trauben, Apfel, Himbeeren und Walnüssen. 1875

Öl auf Leinwand

22,5 x 28,5 cm

Signiert und datiert u. l. „Amalie Kaercher 1875“

Privatbesitz

 

43        Münchner Frühstück. Radieschen, Käse, Wurst, Brot und ein Glas Bier. Um 1877

Öl auf Leinwand

40,0 x 32,0 cm

Signiert  u. r. „Amalie Kaercher“

Privatbesitz

Neumeister Münchener Kunstauktionshaus, Auktion September 1992, Los 269

 

44             Früchtestillleben in einem Korb auf einer Steinplatte. 1879

Öl auf Holz

31,0 x 38,0 cm

Signiert und datiert u. r. „Amélie Kaercher 1879.“

Privatbesitz

Cheffins Cambridge, The Fine Art Sale, 5. März 2014, Lot 455 (Paar)

 

45             Rosenstillleben in einem geflochtenen Korb und Libelle auf Rasenstück. 1879

Öl auf Leinwand

31,0 x 38,0 cm

Signiert und datiert u. l. „A. Kaercher. 1879.“

Privatbesitz

Cheffins Cambridge, The Fine Art Sale, 5. März 2014, Lot 455 (Paar)

 

46             Still life studies: Fruit in a landscape and vegetables on a table. 1887

Chromolithographs

Gr. 4º (Groß-Quart)

Signiert u. r. „A. Kaercher“

Privatbesitz

Anderson-Garland, Newcastle Upon Tyne, United Kingdom, Auktion March 13, 2001, Lot 83 (a pair)

Amalie Kärcher, Früchte. Studien, 1. und 2. Lieferung (à 4 Chromolith.), Baldamus, Leipzig 1887 (vergl. Sophie Pataky (Hrsg.) , Lexikon deutscher Frauen der Feder, Berlin 1898, Neuausgabe Berlin 2014, S. 300)

The Art Amateur, Vol. 17, No. 6, 1887, S. 134, notiert, dass bei Raphael Tuck & Sons als Chromlithographien mehrere Serien verschiedener Künstler erschienen sind. Dazu schreibt der Art Amateur: “Fruit Studies for China Painting," by Amalie Kaercher, are arranged in four plates, each of which includes several designs. The colors used are those which may be copied with the china painters' palette, and are not always those of nature, but are in variably harmonious and pleasing. Material for the ornamentation of a dessert set of almost any number of pieces may be taken from these four plates and scarcely be missed. Bei den “Fruit Studies for China Painting," dürfte es sich um die Blätter handeln, die zuerst bei Baldamus veröffentlicht und von dem englischen Verleger Raphael Tuck & Sons übernommen wurden.

 

47              Blumenstillleben mit Maiskolben und Libelle auf Rasenstück an einem Teich. o. J.

Öl auf Leinwand

40,0 x 33,0 cm

Signiert u. l. „Amalie Kaercher“

Privatbesitz

Freeman’s, Philadelphia, Old Masters Paintings, Auktion 1442, 11. Oktober 2012, Los 186

Freeman’s, Philadelphia, European Art & Old Masters, Auktion 1510, 29. Januar 2015, Los 51

 

48             Rosen-Bouquet in einer Terrakotta-Vase auf einem Tisch mit grünlichem Tischtuch. o. J.

Öl auf Leinwand

38,0 x 30,5 cm

Signiert u. l. „A. Kärcher“

Privatbesitz

Karl & Faber, München, Alte Meister und Kunst des 19. Jahrhunderts, Auktion 13. Mai 2011, Los 207

 

49             Blumenstillleben in einer Terrakotta-Vase von Früchten umgeben auf einer Steinplatte. o. J.

Öl auf Kupferplatte

70,0 x 51,0 cm

Amalie Kärcher zugeschrieben

Privatbesitz

Bonhams, New York, 19th Century European Paintings, 2. Mai 2018, Los 41

 

50             Blumen-Bouquet in einer Keramikvase mit Schnecke und Raupe auf einer roten Marmorplatte. o. J.

Öl auf Leinwand

48,0 x 39,5 cm

Signiert u. r. „A. Kärcher“

Privatbesitz

 

51             Blumenstillleben in einer Vase von Früchten umgeben auf einer Steinplatte. o. J.

Öl auf Leinwand

95,0 x 78,0 cm

Signiert u. l. „Amalie Kaercher“

Privatbesitz

 

52             Weinrebe mit weißen Trauben vor einer Holzwand. o. J.

Öl auf Leinwand

33,0 x 26,5 cm

Signiert u. r. „Amalie Kärcher.“

Privatbesitz

Auktionshaus Bergmann, Erlangen, Juni Auktion 2007, Los 522

Dorotheum, Salzburg, Auktion 3. April 2012, Los 232

 

53             Weinrebe mit blauen Trauben vor einer Holzwand. o. J.

Öl auf Leinwand

3,0 x 26,5 cm

Signiert u. r. „Amalie Kärcher.“

Privatbesitz

Kunstauktionshaus Schloss Ahlden, Auktion 136, 1. Dezember 2007, Los 1677

 

54             Birnen an einem Zweig mit Fliege und Schmetterling (Admiral) vor Holzwand. o. J.

Öl auf Leinwand

34,0 x 26,5 cm

Signiert u. l. „Amalie Kärcher“

Privatbesitz

Auktionshaus Arnold, Frankfurt, Auktion 6. September 2008, Los 590

 

55             Stillleben mit Früchten, Römerglas und Biene auf einem Tisch mit weißem Tischtuch. o. J.

Öl auf Karton

21,0 x 27,0 cm

Signiert u. r. „A. Kärcher“

Privatbesitz

Auktionshaus Döbritz, Frankfurt, 11. November 2017, Los 109

 

56             Stillleben mit Erdbeeren in einer Glasschale, daneben Äpfel, Pflaumen und Erdbeeren sowie ein Glas mit Wein und einem Obstmesser auf einem Tisch mit grünem Tischtuch. o. J.

Öl auf Leinwand

33,5 x 26,0 cm

Signiert u. r. „Amalie Kärcher“

Privatbesitz

Kunstauktionshaus Schloss Ahlden, Auktion 130, 26. Dezember 2005, Los 1606

 

57             Traubenstillleben in einer Glasschale auf einem Tisch. o. J.

Öl auf Leinwand, auf Holz gezogen

46,0 x 36,5 cm

Signiert u. r. „A. Kärcher“

Privatbesitz

Neumeister Münchener Kunstauktionshaus, Paintings & Works of Art, Auktion 27. September 2000, Los 670

Van Ham, Köln, 206. Auktion, 28. Juni 2001, Los 1500

Van Ham, Köln, 262. Auktion, 13. Februar 2008, Los 1081

  

 

© Foto: VAN HAM Kunstauktionen / Saša Fuis

 

58             Stillleben in einem Obstkorb mit Weintrauben, Pfirsichen, Pflaumen und Insekten (u. a. Schmetterling, Admiral). Daneben ein Vogelnest mit Eiern, Blumen und Feigen auf einer Marmorplatte arrangiert. o. J.

Öl auf Leinwand

45,0 x 56,0 cm

Privatbesitz

Jadis Antiquités, Lausanne, 2018 (http://www.jadisantiquites.ch/index.php?option=com_furniture&view=furniture&f_id=60&Itemid=0&lang=en Zugriff vom 09.07.2017)

 

59             Früchtestillleben mit Weintrauben, Pfirsich, Nüssen, Insekten und Vogelnest mit Eiern auf einem Rasenstück. o. J.

Öl auf Holz

40,0 x 32,0 cm

Signiert u. r. „A. Kärcher“

Privatbesitz

https://de.artprice.com/kunstmarktplatz/1096199/amalie-karcher/gemalde/fruchte-2c-vogelnest-2c-insekten (Zugriff vom 07.06.2018)

 

60                 Nischenbild mit Andachtskreuz und Blumenstillleben. o. J.

Öl auf Leinwand

63,0 x 50,0 cm

Rechts seitlich monogrammiert „A. K.“

Auf dem Keilrahmen alte Künstlerbezeichnung

Privatbesitz

Hampel, Fine Art Auctions, München, Spezial-Auktion Volkskunst, 7. Dezember 2002, Los 3010: „Eine gemalte Mauernische mit eingestelltem geschnitztem Kruzifix und der Figur der Hl. Maria, die Nische und das Nischenpodest geschmückt mit Sommerblumen, Ähren und einem Efeukranz, rechts Winden, die die Nische einfassen.“

 

 

Ausstellungen

(zeitlich geordnet)

 

1846

Rheinischer Kunst-Verein, Verzeichnis der Gemälde bei der Ausstellung des Kunst-Vereins für das Großherzogthum Baden zu Carlsruhe im Monat August 1846 (GLA Karlsruhe Bestand 69 Kunstverein Karlsruhe/33)

 (No. 207 Blumen-Bouquet, von A. Kärcher in Carlsruhe 275 fl. und No. 364 Blumenstück v. Amalie Kärcher, 28 fl., welches vom Verein in Karlsruhe für die Verlosung angekauft wurde.)

 

 

1847

Ausstellung des Rheinischen Kunstvereins, 1847

(No. 481 Amalie Kärcher; GLA Karlsruhr Bestand 69 Kunstverein Karlsruhe/33)

 

1850

Ausstellung des Rheinischen Kunstvereins, 1850

(No. 234 Fruchtstück von Amalie Kärcher 88 fl. GLA Karlsruhe Bestand 69 Kunstverein Karlsruhe/38. Deutsches Kunstblatt, 26 Juli 1851, S. 240: Der Badische Kunstverein in Karlsruhe stellt für die Verlosungen ein „Fruchtstück von Amalie Kärcher in Carlsruhe“ bei,)

 

1852

Verlosung von Kunstgegenständen für 1852

(Losnummer 509, Früchtestück, Oelgemälde von Amalie Kärcher in Karlsruhe, 88 fl.; Bericht über den Bestand und die Wirksamkeit des Kunst-Vereins für das Grossherzogthum Baden in Carlsruhe in den Jahren 1852 und 1853, Carlsruhe 1854, S. 15)

 

1853

Ausstellung im Badischen Kunstverein in Karlsruhe, Sonntag, den 31. Juli 1853

(Ein Blumen- und Früchtestück, Ölgemälde von Fräulein Amalie Kärcher; Bericht über den Bestand und die Wirksamkeit des Kunst-Vereins für das Grossherzogthum Baden in Carlsruhe in den Jahren 1852 und 1853, Carlsruhe 1854, S. 10)

 

1855

Rheinischer Kunstverein. Verzeichnis der Gemälde bei der Ausstellung des Kunst-Vereins für das Großherzogthum Baden zu Carlsruhe im Monat Juni 1855 (GLA Karlsruhe Bestand 56 Nr. 1661)

(Nr. 133. Blumen und Früchte auf einem Tisch, von Amalie Kärcher in Karlsruhe 200 fl.,

Nr. 134. Blumen in einem Körbchen (Oval), von Derselben 110 fl., wurde laut Bericht über den Bestand und die Wirksamkeit des Kunst-Vereins im Jahre 1855 zur Verlosung angekauft;

Nr. 135. Früchte in einem Körbchen, von Derselben 77 fl.)

 

1856

Ausstellung im Kunstverein München am 20. April 1856

(Amalie Kärcher, Früchtestück; das Gemälde wurde laut Rechenschaftsbericht des Verwaltungs-Ausschusses des Kunstvereins in München für das Jahr 1856, München 1857, S. 44 für die Verlosung angekauft.)

 

1857

Ausstellung beim Kunstverein in Bamberg am 25. Februar 1857

(Früchtestück von Amalie Kärcher)

 

Rheinischer Kunstverein. Verzeichnis der Gemälde bei der Ausstellung des Kunstvereins für das Großherzogthum Baden zu Karlsruhe im Monat Juni 1857.

(Nr. 145 Das Grab der Mutter, von Amalia Kärcher in München            330 fl.

Nr. 146 Blumen und Früchte, von Derselben                                            220 fl.

Nr. 325 Ein umgestürzter Blumenkorb, von Amalie Kärcher in München 99 fl.

Nr. 326 Früchtestück, von Derselben                                                          55 fl.,

laut Bericht über den Bestand und die Wirksamkeit des Kunst-Vereins für das Grossherzogthum Baden in Carlsruhe im Jahre 1857 wurde die Nr. 326 für die Verlosung angekauft.)

 

Ausstellung beim Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf 1857

(Blumen und Früchte von Amalie Kärcher, GLA Karlsruhe Bestand 69 Kunstverein Karlsruhe/51)

 

1858

Ausstellung beim Kunstverein Hannover, 1858

(Beteiligung mit drei Gemälden, siehe Brief von Amalie Kärcher an Adolph Vogell in Hannover vom 10. Februar 1858)

 

Rheinischer Kunstverein. Verzeichnis der Gemälde bei der Ausstellung des Kunstvereins für das Großherzogthum Baden zu Karlsruhe im Monat Juni 1858.

(Nr. 271 Ein Blumenstück von Amalie Kärcher in Karlsruhe          77 fl.

Nr. 272 Ein Früchtestück von Derselben                                         66 fl.

Nr. 271 angekauft vom Kunstverein in Karlsruhe, GLA Karlsruhe Bestand 69 Kunstverein Karlsruhe/51)

 

15. Große Kunstausstellung des Hamburger Kunstvereins vom 12.04.- 06.06.1858

(Beteiligung von Amalie Kärcher)

 

Regensburger Kunstverein, VII. Ausstellung vom 20. bis 28. Juni 1858

(No. 182 Früchtestück von Amalie Kärcher 25 fl., No. 190 Blumenstück von Amalie Kärcher 25 fl., mit dem Hinweis, dass das Ölgemälde Nro. 182 Eigentum des Kunstvereins in Bamberg sei.)

 

1859

Ausstellung beim Kunstverein in Würzburg am 23. Februar 1859

(Ein Blumenstück von Amalie Kärcher, 55 fl.)

 

Rheinischer Kunstverein. Verzeichnis der Gemälde bei der Ausstellung des Kunstvereins für das Großherzogthum Baden zu Karlsruhe im Monat September 1859

(Nr. 78 Blumen, von Amalie Kärcher in Carlsruhe 33 fl.

Nr. 79 Blumen, von Derselben 25 fl.;

laut Bericht über den Bestand und die Wirksamkeit des Kunst-Vereins für das Grossherzogthum Baden in Carlsruhe, im Jahre 1859 wurde ein Blumenstück sowie ein Gemälde Blumen und Früchte von Amalie Kärcher für die Verlosung angekauft.)

 

1860

Ausstellung des Münchner Kunstvereins, 1860

(Stillleben „Früchte und Blumen“ von Amalie Kärcher)

 

1861

Ausstellung in der Großherzoglichen Kunsthalle in Karlsruhe, Sonntag, den 7. April 1861

(Fruchtstück von Fräulein Amalie Kärcher; laut Generalbericht des Rheinischen Kunstvereins für das Jahr 1861 wurde das Früchtestück von Amalie Kärcher für 66 Gulden angekauft.)

 

Ausstellung des Kunstvereins für Kurhessen in Kassel, 1861

(Fruchtstück von Amalie Kärcher, vom Kunstverein angekauft.)

 

1866

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in Karlsruhe am 12. September 1866. Diese sog. Sonntagsausstellung fand in dem 1865 eröffneten Porphyrsäulensaal des Großherzoglichen Botanischen Gartens statt.

(No. 109, Früchtestück von Amalie Kärcher)

 

1867

Ausstellung des Badischen Kunstvereins im Porphyrsäulensaal des Großh. Botan. Gartens in Karlsruhe, 10. März 1867

(No. 5, Früchte von Amalie Kärcher)

 

Ausstellung des Badenischen Kunstvereins im Porphyrsäulensaal des Großh. Botan. Gartens in Karlsruhe, 11. Dezember 1867

(No. 67, Früchtestück von Amalie Kärcher in Karlsruhe)

 

1868

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 6. Mai 1868

(No. 80, Früchte und Blumen und No. 93, Blumenstück von Amalie Kärcher)

 

1869

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 4. August 1869

(No. 130, Früchtestück von Amalie Kärcher)

 

1870

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 1870

(Herbstfrüchte, Oelgemälde von Amalie Kärcher 77 fl.

laut Bericht über den Bestand und die Wirksamkeit des Kunst-Vereins für das Grossherzogthum Baden zu Carlsruhe, im Jahre 1869 und 1870 wurde das Gemälde Herbstfrüchte für die Verlosung angekauft.)

 

1871

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 8. Januar 1871

(No. 222, Früchte und No. 239, Herbstfrüchte von Amalie Kärcher)

 

1872

Kunstverein für das Großherzogthum Baden in Karlsruhe, Verlosung von Oelgemälden unter die Mitglieder des Jahres 1872

(Gewinn Nr. 14, A. Kärcher, „Stillleben“ 40 fl.; Karlsruher Tagblatt, Nr. 56. Mittwoch 26. Februar 1873)

 

1873

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 23. März 1873

(No. 43, Fruchtstück und No. 56, Früchtestück von Amalie Kärcher)

 

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe

(No. 214, Blumenstück, von Amalie Kärcher, Karlsruher Tagblatt, 14. September 1873)

 

1874

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 1874

(No. 297, Blumenstück, von Amalie Kärcher in Karlsruhe, Karlsruher Tagblatt, 11. Oktober 1874)

 

1875

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 1875

(No. 143, Früchte, von Amalie Kärcher in Karlsruhe , Karlsruher Tagblatt, 27. Juni 1875)

 

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 1875

(No. 206-207, Stillleben von Amalie Kärcher, Karlsruher Tagblatt, 7. November 1875)

 

1876

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 1876

(No. 41, Früchtestück, von Amalie Kärcher in Karlsruhe, Karlsruher Tagblatt, 23. Februar 1876)

 

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 1876

(No. 250, Früchtestück, von Amalie Kärcher (nur heute ausgestellt), Karlsruher Tagblatt, 22. Oktober 1876)

 

1877

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 1877

(No. 143, Stillleben. Ein Münchner Frühstück von Amalie Kärcher in Karlsruhe, Karlsruher Tagblatt, 7. Oktober 1877;

No. 163, Früchte, von Amalie Kärcher in Karlsruhe, Karlsruher Tagblatt, 31. Oktober 1877)

 

1878

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 1878

(No. 70, Stillleben, von Amalie Kärcher in Karlsruhe, Karlsruher Tagblatt, 13. März 1878;

No. 215, Stillleben von Amalie Kärcher in Karlsruhe, Karlsruher Tagblatt, 29. September 1878)

 

1879

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 1879

(No. 71, Blumen, von Amalie Kärcher in Karlsruhe, Karlsruher Tagblatt, 9. März 1879;

No. 257, Blumen, von Amalie Kärcher in Karlsruhe,

No. 258, Stillleben von Derselben, Karlsruher Tagblatt, 7. Dezember 1879)

 

1880

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 1880

(No. 175, Früchte, von Amalie Kärcher in Karlsruhe, Karlsruher Tagblatt, 4. Juli 1880;

No. 219, Wein und Obst, von Amalie Kärcher in Karlsruhe, Karlsruher Tagblatt, 12. September 1880)

 

1881

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 1881

(No. 30, Früchte, von Amalie Kärcher in Karlsruhe, Karlsruher Tagblatt, 27. Februar 1881;

No. 59, Stillleben, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 13. April 1881;

No. 118, Stillleben, von Amalie Kärcher in Karlsruhe, Karlsruher Tagblatt, 26. Juni 1881)

 

1882

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 1882

(No. 51, Blumen, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 19. März 1882;

No. 210, Rosen, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 19. Juli 1882)

 

1883

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 1883

(No. 12, Trauben, von Amalie Kärcher von hier, Karlsruher Tagblatt, 21. Januar 1883;

No. 25, Früchte, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 4. Februar 1883;

No. 196, Rosen, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 5. August 1883;

No. 206, Erdbeeren, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 19. August 1883;

No. 217, Stillleben, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 23. September 1883;

No. 246, Rosen, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 24. Oktober 1883;

No. 252, Blumen, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 28. Oktober 1883)

 

1884

Kunstverein Karlsruhe, Verlosung von Kunstwerken am 25. Januar 1884

(No. 16, „Pfirsiche mit Trauben“ von Amalie Kärcher in Karlsruhe, für Aktien-Nr. 856 Brandstetter, Kaufmann,  Karlsruher Tagblatt, 26. Januar 1884)

 

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 1884

(No. 132, Stillleben, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 20. April 1884:

No. 163, Ein Frühstück, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 18. Mai 1884;

No. 186, Rosen, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 8. Juni 1884;

No. 304, Früchte, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 12. Oktober 1884;

No. 333, Erdbeeren, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 5. November 1884;

No. 358, Grüne Trauben, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 7. Dezember 1884;

No. 386, Früchte, von Amalie Kärcher hier, Karlsruher Tagblatt, 31. Dezember 1884)

 

1885

Kunstverein Karlsruhe, Verlosung von Kunstwerken am 27. Januar 1885

(No. 16, „Früchte“ von Amalie Kärcher hier, für Aktien-Nr. 383 Jakob, Rechnungsrat,  Karlsruher Tagblatt, 28. Januar 1885

 

1886

Kunstverein Karlsruhe, Verlosung von Kunstwerken am 19. Januar 1886

(No. 20, „Früchte“ von Amalie Kärcher hier, für Aktien-Nr. 944 Schönau, Freiherr v. Major,  Karlsruher Tagblatt, 20. Januar 1886)

 

Ausstellung des Badischen Kunstvereins in der Großh. Kunsthalle in Karlsruhe, 1886

(No. 416, Blumen, von Amalie Kärcher hier,

No. 417, Stillleben, von derselben,

No. 418, Stillleben, von derselben, Karlsruher Tagblatt, 8. Dezember 1886)

 

1887

Kunstverein Karlsruhe, Verlosung von Kunstwerken am 3. Februar 1887

(No. 11, „Blumen“ von Amalie Kärcher hier, für Aktien-Nr. 153 Eugen Becker, Domänenrat, Karlsruher Tagblatt, 5. Februar 1887)

 

1920

Meister des 19. Jahrhunderts aus Heidelberger Privatbesitz, 1920

(Otto Cartellieri: Ihre fein und geschmackvoll abgestimmten Stillleben verraten . . .  treffliches Können.)

 

1993

175 Jahre Badischer Kunstverein Karlsruhe. Bilder im Zirkel, herausgegeben von Jutta Dresch und Wilfried Rößling, Ausst.-Kat. Badischer Kunstverein Karlsruhe, Karlsruhe 1993

(Nr. 15, Herbststillleben mit Rosen, Wein, Mais und Vogelnest, bezeichnet unten links: A. Kaercher 1855, Farbtafel X)

 

 

Bibliographie

 

Susanne Asche, Babara Guttmann, Olivia Hochstrasser, Sigrid Schambach und Lisa Sterr, Karlsruher Frauen 1715-1945, Eine Stadtgeschichte, Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 15, Karlsruhe 1992

 

Joseph August Beringer, Badische Malerei 1770-1920, 2. Auflage, Karlsruhe 1922

 

Andreas Beyer, Bénédicte Savoy, Wolf Tegethoff (Hrsg.), Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, Band 79, Berlin 2013

 

Otto Cartellieri, Meister des 19. Jahrhunderts aus Heidelberger Besitz, Zur Heidelberger Ausstellung 1920, in: Der Kunstwanderer, Jg. 2, S. 113-117, 1920

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kunstwanderer1920_1921 (Zugriff vom 23.03.2018)

 

John Castagno, European artists. Signatures and monograms from 1800-1990, Metuchen, NJ 1990

 

Jutta Dresch und Wilfried Rößling (Hrsg.), 175 Jahre Badischer Kunstverein Karlsruhe, Bilder im Zirkel, Karlsruhe 1993

 

Amalie Kärcher, Früchte. Studien, 1. und 2. Lieferung (à 4 Chromolith.), Leipzig 1887

 

Karl Kärcher, Zusammenstellung des griechischen regelmässigen Verbums nach Buttmann, Karlsruhe 1822

 

Karl Kärcher, Kurzgefasstes Handbuch des Wissenswürdigsten aus der Mythologie und Archäologie des klassischen Alterthums, Karlsruhe 1825

 

Karl Kärcher, Handzeichnungen zu dessen Handbuch der Mythologie und Archäologie des klassischen Alterthums, Karlsruhe 1825

 

Karl Kärcher, Lieder für die höhere Töchterschule zur Feier des hundertsten Geburtsfestes des Großherzogs Karl Friedrich, Karlsruhe 1828

 

Karl Kärcher, Deutsches Lesebuch für höhere Töchteranstalten, Karlsruhe 1834

 

Rudolph Lepkes Kunst-Auctions-Haus (Hrsg.), Ölgemälde alter Meister: Galerie aus dem Besitze Sr. Exzellenz des Herrn General von Fabricius, Kiew; Kollektion aus dem Nachlasse des Herrn Direktor Conrad, Berlin sowie einige Beiträge aus Privatbesitz, Versteigerung: 4. Dezember 1906 (Katalog Nr. 1464, Los 100), Berlin 1906 http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/lepke1906_12_04/0029 (Zugriff vom 23.03.2018)

 

Adolf von Oechelhäuser, Geschichte der Grossh.-Badischen Akademie der Bildenden Künste. Festschrift zum 50-jährigen Stiftungsfeste, Karlsruhe 1904

 

Susanna Partsch, Kärcher Amalie, in: Andreas Beyer, Bénédicte Savoy, Wolf Tegethoff (Hrsg.), Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, Band 79, Berlin 2013, S. 86

 

Luise Riegger, Höhere Töchterschule Karlsruhe 1827. Geschichte der Mädchenbildung in Karlsruhe, Karlsruhe 1973

 

Carsten Bernhard Sternberg, Die Geschichte des Karlsruher Kunstvereins, Dissertation, Karlsruhe 1977

 

Rudolf Theilmann, Das ergänzte Friedrich-Luisen-Album von 1856, in: Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg, 33. Band, 1996, S. 63-80

 

Rudolf Theilmann und Edith Ammann, Die deutschen Zeichnungen des 19. Jahrhunderts, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe 1978

 

Ulrich Thieme und Felix Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Leipzig 1907

 

Karl von Wechmar, Handbuch für Baden und seine Diener, Heidelberg 1846

 

 

Quellen

(zeitlich geordnet)

 

  1. [GLA Karlsruhe 390 Nr. 2045]1                                                                  [Karlsruhe, den 15. August 1819]

 

No 22.

 

Den vierten August Morgens halb zwei Uhr wurde geboren und den fünfzehnten August Nachmittags 4 Uhr getauft Amalia. Vater: Karl Kärcher Pfarrer.2 Mutter: Friderika Beker.3 Taufzeugen: 1, Stadtbaumeister Gros4 von Karlsruh. 2, Die Wittwe des Pfarrer Raupp.5 3, Johannes von Hannrau6 an dessen Stelle seine Schwiegermutter Louise Kärcher.7 4 Die Wittwe des Hofschiferdecker Beker.8

 

Rüppurr den 15 August 1819. Kärcher, Pfarrer.

 

1 Eintrag im Standesbuch der evangelischen Kirchengemeinde Rüppurr 1819 (GLA Karlsruhe Bestand 390 Nr. 2045 http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1219023-149 Zugriff vom 24.03.2018).

2 Karl Kärcher (1794-1848), Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Rüppurr.

3 Friederike Kärcher, geb. Beker (1796-1886).

4 Groos, Stadtbaumeister und Senator, Karlsruhe.

5 Witwe Raupp geb. Zöllner, Ehefrau des verstorbenen Pfarrers Gottlieb Raupp (1769-1814).

6 Johannes von Hannrau, Schwager von Karl Kärcher.

7 Louise Kärcher, geb. Lembke (1762-1843), Schwiegermutter von Johannes von Hannrau und Mutter von Karl Kärcher.

8 Magdalena Beker, geb. Schöppler, zweite Ehefrau und Witwe des Hofschieferdeckers Peter Beker und Stiefmutter von Friederike Kärcher.

 

  1. [GLA Karlsruhe 56 Nr. 1579]1                                                                            Karlsruhe d: 3 Febr. 1843

 

Großherzoglicher hochpreislicher Hofverwaltungsrath!

 

Meine Tochter, Amalie, hat verflossenen Sommer hindurch in Großherzoglicher Gemäldegalerie copiert. Da nun den Winter über die Galerie geschlossen ist, so wünscht sie, um ihre Studie nicht unterbrechen zu müssen, aus derselben die Studie von Hamilton,2 die nur unter Glas und Rahmen sind, zum Copiren nach Hause zu erhalten, und ich bitte gehorsamst, der Großhl. Hochpreisliche Hofverwaltungsrath möge diese Bitte, wenn es seyn kann, erfüllen.

 

                                                                                              K. Kärcher, Professor.

 

1 Brief von Karl Kärcher (1794-1848), Vater von Amalie Kärcher an die Großherzogliche Hofverwaltung, im Generallandesarchiv Karlsruhe.

2 Charles William de Hamilton (1670-1754) ist in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe mit zahlreichen Ölstudien nach Blumen, Früchten und Vögeln vertreten.

 

  1.  [GLA Karlsruhe 56 Nr. 1579]1                                                                     Carlsruhe den 9ten Februar 1843.

 

Bitte des Professors K. Kärcher dahier, vom 3ten d M., seine Tochter Amalie, welche verflossenen Sommer hindurch in Gr. Gemäldegallerie copiert habe, bei nun, den Winter über, geschlossener Gallerie, die unter Glas und Rahmen befindlichen Studien von Hamilton2 zum Copiren nach Hause verabfolgen zu lassen.

 

Beschluß

 

Dem Galleriedirektor Frommel3 zu beauftragen, dem Professor K. Kärcher zu eröffnen, dass dem gestellten Gesuch nicht entsprochen werden könne.

 

                                                                                              (Unterschriften)

 

 

1 Antwortschreiben des Großherzoglichen Oberhofverwaltungsraths an Professor Karl Kärcher auf den Brief vom 3. Februar 1843, im Generallandesarchiv Karlsruhe.

2 Charles William de Hamilton (1670-1754) ist in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe mit zahlreichen Ölstudien nach Blumen, Früchten und Vögeln vertreten.

3 Carl Ludwig Frommel (1789-1863), seit 1830 Galeriedirektor in Karlsruhe.

 

  1. [GLA Karlsruhe N Kachel, No. 19]                                                                  [München, den 7. April 1856]

 

Hochverehrter

Herr Münzrath!

 

Ich habe die Ehre, Ihnen beifolgend das Blatt für das Heidelberg=Album2 zu übermachen. Möge es doch zu Ihrer Zufriedenheit ausgefallen und der mir, durch Ihre gütige Aufforderung zugekommenen Ehre, würdig sein und ein Plätzchen, wenn auch das bescheidenste in dem Album finden. Es war schon fertig, als mir Ihre freundlichen Zeilen zukamen, mußte es aber noch bei mir behalten, weil meine Bekannten alle es sehen wollten, worüber einige Zeit hinging.

 

Ich konnte mich nicht entschließen einen dunklen Rand darum zu ziehen und glaube, es wird besser sein, wen man noch etwas vom Papier abschneidet und es auf einen dunklen Cardon befestigt, was ich jedoch Ihrem richtigen Geschmack ganz und gar überlasse.

 

Unendlich erfreut war ich, durch Ihre freundlichen, gütigen Zeilen und das schöne Gedicht, voll warmer Gedanken und tiefen Gefühls; stets verpflichten Sie mich wiederholt, durch Ihre freundliche Theilnahme und väterliche Freundschaft, welche Sie mir stets beweißen und welche ich Sonnenstrahlen vergleiche, die erwärmend auf mein mit vielen Sorgen und Kämpfe belastetes Dasein fallen und für die ich nichts geben kann, als Worte – aber Worte der tiefsten Anerkennung und Dankbarkeit, mit der ich stets verbleibe

 

Ihre aufrichtig ergebenste

München den 7ten April 1856                                           Amalie Kärcher

 

                Neue Amalienstr: No 12.

 

P. S. Das Blatt wird Ihnen durch Herrn Urtz3 zukommen welcher mich gebeten hat es ansehen zu dürfen, ehe es wie er glaubt, öffentlich ausgestellt wird, auch folgt das Blatt mit, was für das Friedrich-Luisen-Album bestimmt ist.4 Und wenn es nicht zu unbescheiden ist, so würden Sie mich sehr glücklich machen, wenn Sie mir Ihre Meinung über beide in einigen Worten mittheilen wollten.

                                                                                  

1 Schreiben von Amalie Kärcher an Münzrat Ludwig Kachel im Generallandesarchiv Karlsruhe.

2 Blumenstrauß, Blatt 41 des Heidelberger Friedrich-Luisen-Albums. Bez. u. r. neben der Darstellung Amalie Kaercher. Aquarell über Bleistift, auf beigefarbenem Papier (41,6 x 31,5 cm). Staatliche Kunsthalle Karlsruhe Inv.-Nr. VIII 1762.

3 Der Adresskalender von Karlsruhe für das Jahr 1855 vermerkt zwei Einwohner namens Uetz: Den Hofopernsänger Franz Uetz in der Langestr. 140 und den Ferdinand Uetz, in der Amalienstraße 28. (https://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/periodical/pageview/117021), Hoftanzlehrer und Ballmeister.

4 Rosenstrauß, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Inv.-Nr. 1995-27

Rudolf Theilmann und Edith Ammann, Die deutschen Zeichnungen des 19. Jahrhunderts, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe 1978, Textband, S. 697 „Das Friedrich-Luisen-Album von 1856“ Nr. 122 Amalie Kaercher (fehlt).

Auktionshaus Sotheby’s, Die Sammlung der Markgrafen und Großherzöge von Baden, Baden-Baden 5. bis 21 Oktober 1995, Band V, Los 4412

Rudolf Theilmann, Das ergänzte Friedrich-Luisen-Album von 1856, in: Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg, 33. Band, 1996, S. 63-80

 

  1. [GLA Karlsruhe N Kachel, No. 19]1                                                             [München, den 22. April 1856]

 

Hochverehrter

Herr Münzrath!

 

Sehr erfreut bin ich darüber, daß Sie zufrieden sind mit dem Albumblatt;2 den nicht sehr leicht ist es, mit weißen Blumen auf weißem Papier einige Wirkung hervorzubringen.

 

Wenn ich also genöthigt bin, den Preis anzugeben und Sie glauben, daß 55 fl den Herrn in Heidelberg nicht zu viel ist, so bitte ich Sie, ihnen diesen anzugeben.

 

Mit der Bitte mich Ihnen Damen zu empfehlen, bin ich mit vollkommenster Hochachtung Sie begrüßend

Ihre ergebenste

Amalie Kärcher

 

München d. 22ten Aug.3

 

1 Schreiben von Amalie Kärcher an Münzrat Ludwig Kachel im Generallandesarchiv Karlsruhe.

2 Blumenstrauß, Blatt 41 des Heidelberger Friedrich-Luisen-Albums. Bez. u. r. neben der Darstellung Amalie Kaercher. Aquarell über Bleistift, auf beigefarbenem Papier (41,6 x 31,5 cm). Staatliche Kunsthalle Karlsruhe Inv.-Nr. VIII 1762.

3 Muss wohl April lauten, denn in ihrem Brief vom 29. April 1856 quittiert die Künstlerin den Erhalt der 55 Gulden.

 

  1.  [GLA Karlsruhe N Kachel, No. 19]1                                                              München d. 29 t April 1856

 

Hochverehrter

Herr Münzrath!

 

Mit Dank stelle ich Ihnen beifolgende Quittung für die 55 fl zu, welche sie mir in so schönen neuen Silberstücken schickten und an denen ich mich wie ein Kind freute. Nur leid wird es mir thun, wenn ich einmal genöthigt sei werde, sie den Weg alles Vergänglichen wandeln zu sehen. Noch mehr aber bedaure ich, daß ich um den Genuß kommen werde, welchen die Ausstellung der beiden Albums den Karlsruhern bereiten wird,2 namentlich aber würde mich, der sinnigen Anordnung wegen, das Heidelberg=Album interessieren und noch einmal nehmen Sie meinen innigsten Dank, für die Ehre und das Zutrauen, welches Sie so freundlich waren, mir bei dieser Gelegenheit zuschrieben.

 

Mit vollkommenster Hochachtung begrüßt Sie

Ihre ergebenste

                                                                          A. Kärcher

 

1 Schreiben von Amalie Kärcher an Münzrat Ludwig Kachel im Generallandesarchiv Karlsruhe, in dem die Künstlerin die 55 Gulden quittiert, die sie für ihr Aquarell erhalten hat, welche in dem Heidelberger Friedrich-Luisen-Album die Nr. 41 trägt (vergl. Rudolf Theilmann und Edith Ammann, Die deutschen Zeichnungen des 19. Jahrhunderts, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe 1978, Textband, S. 280 und S. 699 „Das Heidelberger Friedrich-Luisen-Album von 1856“ Nr. 41, Abbildungsband S. 334).

2 Neben dem Heidelberger Friedrich-Luisen-Album wurde dem großherzoglichen Brautpaar von den badischen Künstlern das Friedrich-Luisen-Album zur Vermählung überreicht. Zu diesem Album steuerte Amalie Kärcher ebenfalls ein Aquarell bei (vergl. Rudolf Theilmann und Edith Ammann, Die deutschen Zeichnungen des 19. Jahrhunderts, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe 1978, Textband, S. 697 „Das Friedrich-Luisen-Album von 1856“ Nr. 122).

 

  1. [GLA Karlsruhe 69 Kunstverein/51]1                            [Karlsruhe, den 24. Juni 1857]

 

Löblicher Vorstand!

 

Im Auftrag von Fräulein Amalie Kaercher ersucht der Unterzeichnete, das Bild No 146 Blumen und Früchte, bis längstens den 27 Juni nach Düsseldorf zur Ausstellung gefälligst abgehen zu lassen.2

 

Ferner Nr 145 das Gab der Mutter, nach Beendigung der rheinischen Kunstausstellung, nicht nach München zurück, sondern nach Karlsruhe, an den Vergolder Herrn Ziegler3 gehen zu lassen, um den beschädigten Ramen herstellen zu können.

 

Eines löblichen Vorstandes

Karlsruhe 24 Juni 1857

 

ergebener

Uetz

Hofsänger

 

Anmerkung von anderer Hand:

Dem Akademischen Kunstverein

in Düsseldorf

das Bild No 146 am 4.t Juli 57 Herrn B. Schweig4

zur Versendung nach Düsseldorf übergeben;

Im Turnusbuch wegen dem Bilde No 145

Vormerkung gemacht.

                                      Diringer5

 

1 Schreiben von Hofsänger Franz Uetz an den Vorstand des Badischen Kunstvereins in Karlsruhe im Generallandesarchiv Karlsruhe.

2 Bei diesem Bild handelt es sich um ein Gemälde, das Amalie Kärcher auf der Ausstellung des Rheinischen Kunstvereins im Jahre 1857 ausgestellt hatte und welches dort mit der Nr. 146 aufgeführt ist. Es sollte anschließend auf der Ausstellung beim Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf gezeigt werden.

3 J. B. Ziegler, Vergolder, Karlsruhe, Langstraße 205

4 Bernhard Schweig, Spediteur, Karlsruhe, Spitalstraße 51

5 Carl Diringer, Kunstvereinsgehilfe, Karlsruhe, Amalienstraße 18

 

  1. [UB Leipzig, Slg. Kestner ]1                                                                           [Karlsruhe, 10. Februar 1858]

 Hochgeehrter Herr!2

 

Unterzeichnete hat die Ehre, Ihnen zwei weitere Arbeiten für die diesjährige Kunstausstellung zuzustellen. Gegenstand der Gemälde ist: Blume in einer Vase zu dem Preis von zwanzig Louis d’or (Ovalform.) Das zweite stellt vor: Ein Mädchen mit einem Blumenkranz beim Grab ihrer Mutter im Preis von fünfundzwanzig Louis d’or. – Das Gemälde was Ihnen bereits von München aus zugekommen sein muß und ebenfalls Blumen in einer Vase mit Früchten umgeben vorstellt, ist ebenfalls im Preis von fünfundzwanzig Louis d’or. Sehr muß ich um Entschuldigung bitten, daß letzteres mit 48 Nachnahme, durch den Speditör in München belastet wurde, welche ich bitte, Ihrerseits bei dem Versenden oder allfälligen Verkauf wieder zurückzuziehen. – Schließlich richte ich die ergebenste Bitte an Sie, hochverehrter Herr, sich freundlichst ein wenig meiner annehmen zu wollen, bei der Wahl, der vom Verein anzukaufenden Gemälde,3 denn aus Erfahrung habe ich leider die traurige Überzeugung gewonnen, daß eben dieser Zweig der Malerei im Allgemeinen weniger beliebt ist, als jeder andere und besonderen Bevorwertung bedarf. Ich empfehle also meine Arbeiten Ihrer gütigen Beachtung und mich Ihrem freundlichen Wohlwollen.

 

Hochachtungsvoll unterzeichnet

Amalie Kärcher

 

Stephanienstr. No 47

 

Karlsruhe den 10 t. Feb. 1858

 

 

1 Brief von Amalie Kärcher an Adolph Vogell in Hannover, im Besitz der UB Leipzig, Signatur: Slg. Kestner/I/C/I/510/Nr. 1, Mappe 510, Blatt Nr. 1 

2 Christian Adolph Vogell (1806-1865), Architekt und Oberlandesbaumeister in Hannover.

3 Gemeint ist der Kunstverein Hannover.

 

 

 

Stand: 25. Juli 2018